Im Februar 2026 erreichte viele Jugendverbände in Hamburg eine überraschende Nachricht: Die Elbewerkstätten verleihen künftig keine SG20- und SG40-Zelte mehr. Dabei ermöglichen Zeltlager und Jugendfreizeiten Erfahrungen, die weit über den Alltag hinausgehen. Hier lernen junge Menschen, Neues auszuprobieren, Grenzen zu erkennen, Nein zu sagen, füreinander einzustehen und gemeinsam Herausforderungen zu meistern. Sie erleben Abenteuer, wachsen über sich hinaus und knüpfen Freundschaften. Doch ohne Zelte kann kein Zeltlager stattfinden
Zeltlager als wichtiger Raum für junge Menschen
Durch diese Entwicklung geht ein wichtiger Raum für junge Menschen verloren. Denn Räume für Kinder und Jugendliche sind nicht nur Häuser, Jugendheime oder Gruppenräume – auch Zelte schaffen Orte, an denen Gemeinschaft erlebt, Verantwortung übernommen und die Persönlichkeit entwickelt werden kann. Wie bereits im Jahr 2023 mietete der BDKJ deshalb für die Zeltlager in Hamburg und Schleswig-Holstein rund 45 SG-Zelte aus Berlin an. Trotz der zusätzlichen Logistik ist dies finanziell günstiger als die Nutzung der derzeit verfügbaren Zeltverleihe in Hamburg. Thomas Müller, geistliche Leitung des BDKJ im Diözesanverband Hamburg, betont: „Im Zeltlager haben junge Menschen die Chance, sich auszuleben und einzigartige Erfahrungen zu machen. Zelte in Hamburg müssen deshalb auch für Jugendverbände bezahlbar bleiben.“
BDKJ setzt sich für bezahlbare Zelte und die Räume junger Menschen ein
Bereits auf der BDKJ-Diözesanversammlung 2025 beauftragten die katholischen Jugendverbände ihren Dachverband, sich für die Räume junger Menschen einzusetzen. Diesem Auftrag folgt der BDKJ auch heute: Er macht sich für bezahlbare und langfristig verfügbare Zelte für Jugendverbände in Hamburg und der Region stark – damit Zeltlager auch in Zukunft möglich sind.