35 Personen, größtenteils zwischen 20 und 35 Jahre alt, stimmten sich beim BDKJ Frühstück am 01.08.2026 auf den CSD in Hamburg ein. Der BDKJ Hamburg setzte so gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden ein Zeichen für Vielfalt und Solidarität.
Diskriminierung und Schutz queerer Menschen
Die Diskriminierung queerer Menschen nimmt zu. Im Lagebericht zur kriminalitätsbezogenen Sicherheit von LSBTIQ* des Bundeskriminalamts 2024 wird deutlich, dass die angezeigten Delikte in den 10 Jahren zwischen 2013 bis 2023 von 240 Fällen auf 1785 gestiegen sind. Im Bericht wird außerdem auf das Dunkelfeld solcher Delikte eingegangen: „Die Datenlage zu LSBTIQ*-feindlichen Straftaten in Deutschland ist sehr begrenzt und spezielle Dunkelfeldstudien sind selten“ (S. 17 im Lagebericht des BKA zur kriminalitätsbezogenen Sicherheit von LSBTIQ* 2024). Es ist daher anzunehmen, dass viele Angriffe auf queere Menschen nicht in der Statistik erfasst werden. Das Bundeskriminalamt schreibt weiter: „Von vorurteilsgeleiteten Straftaten gegen LSBTIQ* sind aufgrund des einhergehenden Botschaftscharakters nicht nur die individuellen Opfer betroffen. Sie können gesamtgesellschaftliche Wirkung entfalten und stellen nicht zuletzt deshalb ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko dar“ (S. 17 im Lagebericht des BKA zur kriminalitätsbezogenen Sicherheit von LSBTIQ* 2024).
Elise Derdak, BDKJ Diözesanvorsitzende, sagt: „Wir stehen für eine offene und vielfältige Kirche und Gesellschaft. Mit dem CSD Frühstück positioniert sich der BDKJ Hamburg gegen die Diskriminierung queerer Menschen. Danke an alle, die mit uns gemeinsam und solidarisch für die Rechte der LGBTQI* Community einstehen!“.
Faith Spaces must be Safe Spaces
2024 beschloss die BDKJ Hauptversammlung: Unser Feminismus ist intersektional & queer. Besonders Menschen, die von mehrfacher Diskriminierung betroffen sind, brauchen unsere Solidarität und unsere Unterstützung. Darum werden wir auch im nächsten Jahr wieder beim CSD dabei sein und laden euch schon jetzt zu unserem CSD Frühstück 2027 ein, denn „Faith Spaces must be Safe Spaces“.



